Fasten im Alltag – perfekt für Mütter!

Fasten im Alltag – perfekt für Mütter – MOTHERBOOK®

Der Sinn des Fastens in unserer Überflussgesellschaft

Über das Thema Fasten stolpert sicher fast jede Mutter hin und wieder und das ist absolut verständlich: sind doch sehr viele nach Schwangerschaft(en), Geburt(en) und Stillzeit(en) nicht so ganz zufrieden mit ihrer Figur. Das hat nichts, aber auch garnichts mit Magerwahn zu tun, wie es in den Medien oft beschrieben wird.

Wir alle leben in einer Überflussgesellschaft und können uns rund um die Uhr mit den feinsten Delikatessen oder auch den kalorienreichsten Speisen mehr als satt essen. Das tun wir auch, je mehr Stress und je weniger Schlaf wir haben, desto unreflektierter neigen wir „so nebenbei“ das ein oder andere „zu verputzen“, was nicht für unsere Gesundheit förderlich ist.

So geschieht es leicht, dass sich einige Kilos ansammeln, die wir weder wollen, noch brauchen. Viele Mütter beginnen dann mit lästigen Diäten, die nicht nur sehr mühsam, sondern meist auch nicht zielführend sind… das schmerzt dann und irgendwann neigt man dazu sich damit abzufinden, das die subjektiven „Idealmaße“ in weite Ferne rücken. Wir verändern dann unser Selbstbild, sind aber nicht wirklich zufrieden damit. Das nächste Stück Schokolade lauert schon und ist zum süßen Trost schnell verputzt. Diesen Teufelskreis kennen viele von uns.

Wir Mütter mit unseren postpartalen Pölsterchen

Auch mir ging das jahrelang so: Hatte ich noch nach dem zweiten Kind schnell mein altes Gewicht wieder zurück, so blieb nach dem dritten Kind bis zum Ende der Stillzeit ein gutes Pölsterchen zurück, als dann nahtlos das vierte Kind kam und mit ihm weitere Kilos, die sich weder nach der Geburt, noch nach der Stillzeit von mir trennen wollten. Ich rang immer wieder mit einigen Ernährungsformen, aber es half nichts wirklich nachhaltig.

Unsere Familie ernährt sich mit mediterran angehauchter Vollwertkost, seit Generationen schon. Auch das schützt nicht wirklich bei entsprechender Veranlagung davor einige Fettreserven anzulagern, so als ob ich mich „für schlechte Zeiten wappnen“ müsste. Das scheint mein genetisches Programm zu sein… Dauerhaft wenig zu essen habe ich jahrelang versucht, mit dem Ergebnis, dass ich mich selten wirklich satt esse, immer etws früher aufhöre zu essen, als es meinem inneren Antrieb entspricht. Das ist nicht weiter schlimm, aber doch lästig.

Mein absolutes Wohlfülgewicht ist auf diese Weise auf Dauer kaum zu halten. Das vermittelt mir immer das Gefühl von absoluter Dekadenz – ein „Luxusproblem“ der Überflussgesellschaft.

In allen Weltreligionen sind Fastenzeiten fest verankert und ich bin sicher: das ist kein Zufall. Möglicherweise brauchen wir auch Zeiten mit wenig bis keiner Nahrungsaufnahme? Unser genetisches Programm hat für Zeiten der Nahrungsknappheit Mechanismen eingebaut, die wir möglicherweise gelegentlich nutzen sollten. Fest steht: wir kommen für längere Zeit ohne Nahrung, wenn auch nicht ohne Flüssigkeit aus.

Fasten im Familienalltag – leichter als weniger essen

So bin ich zum Fasten gekommen und baue seit vielen Jahren regelmäßig eine Zeit des Fastens in meinen Jahresablauf – gut geplant – mit ein. Da ich dafür keine kostbaren Urlaube opfern möchte, um für „viel Geld nichts zu essen“, habe ich mich entschlossen es im ganz normalen Alltag zu tun. Dazu habe ich einige verschiedene Möglichkeiten ausprobiert, wie z.B. Saftfasten oder eine eine reine Trinkkur nach Buchinger auf der Basis von Gemüsebrühe, Säften und Tees. Für mich im Alltag bei normaler Arbeitsbelastug hat sich ein der Mayr-Kur angelehntes Fasten bewährt.

So faste ich für 21 Tage mit einem absolut monotonen Ablauf hinsichtlich der Nahrungs- und Getränkeaufnahme. Das hat den großen Vorteil, dass ich mich um dieses Thema in der gesammten Zeit keinerlein Gedanken machen muss – das spart Zeit und Energie, die anderen Themen zugute kommen können. Wichtig und stark erleichternd ist es für mich nicht alleine zu fasten. So habe ich meine Lieblingsfreundin, mit der ich mich gemeinsam „in einer verschworenen Gemeinschaft“ auf abenteuerlichen Weg durch die Fastenzeit mache, seit Jahren schon. Es ginge zwar auch alleine, doch zu zweit oder in einer Gruppe ist es viel leichter durchzuhalten und auch eventuelle Fastenkrisen zu überstehen. Diese Freundin ist Ärztin und hat einige Weiterbildungseinheiten zum Fasten gemacht. Wir haben vor, relativ zeitnah gemeinsam ein Online-Fastenseminar für Mütter im Alltag zu entwickeln und anzubieten und machen uns schon viele Gedanken über die konkrete Umsetzung.

Die Vorbereitung der Fastenzeit

Für die Familie bereite ich ganz pragmatisch vieles vor: die Tiefkühltruhe wird mit Lieblingsgerichten aufgefüllt, die nur aufgewärmt werden müssen, Einkäufe versuche ich teilweise zu delegieren und die Familie weiß schon Wochen vor Fastenbeginn bescheid, wann ich beginnen werde. Kinder und Mann sind nicht so sehr begeistert davon, weil sie meinen ich sei etwas „überempfindlich“ in dieser Zeit… Meiner Meinung nach stimmt das nur bedingt, denn aus meiner Sicht bin ich sonst sehr „robust“ mit den Anforderungen, die an mich gestellt werden. Während der Fastentage komme ich schneller an meine Grenzen, aber das tut sicher allen gut und fordert der Familie ein wenig mehr Achtsamkeit ab, die keinem schadet.

Für meine 21 Fastentage bestelle ich 42 Dinkel-Fastenbrötchen mit einem Schrotanteil von 5% bei meinem Lieblings-Bio-Bäcker. Diese sollen vor dem Verzehr zwei Tage liegen. Ich friere sie anschließend ein, um jeden Tag zwei aufzutauen und in Scheiben geschnitten zu toasten – das schmeckt nicht schlecht. Für jeden Tag brauche ich ca. 400 ml Schwedenmilch, die sich auch gut auf Vorrat kaufen lässt. Zusätzlich besorge ich zwei Packungen FX-Passage Salz und für jeden Tag eine Zitrone für den besseren Geschmack. Zu jeder Mahlzeit nehme ich noch zwei Basentabletten oder Basenpulver, damit ich nicht „übersäuere“ beim Fasten.

Eine größere Aktion ist die Zubereitung der Gemüsebrühe. Da ich sicher sein möchte auch einige Vitamine ud Mineralstoffe in der Fastenzeit zu mir zu nehmen, koche ich kurz vorher eine Riesenmenge Gemüsesuppe, die dann ohne Gemüseeinlagen portionsweise eingefroren wird. Dazu besorge ich im Bio-Supermarkt möglichst viele Gemüsesorten und möglichst viele frische Kräuter:

Fasten im Alltag – perfekt für Mütter – MOTHERBOOK®

 

 

Das Gemüse wird gesäubert und in Stücke geschnitten:

Fasten im Alltag – perfekt für Mütter – MOTHERBOOK®

 

Da kommt eine große Menge köstlichster Sorten zusammen:

Fasten im Alltag – perfekt für Mütter – MOTHERBOOK®,4

 

Die frischen Kräuter lasse ich unzerkleinert, weil sie nach dem Kochen sowieso wieder aus der Brühe entfernt werden:

Fasten im Alltag – perfekt für Mütter – MOTHERBOOK®,5

 

Nach und nach fülle ich die Zutaten in die großen Töpfe:

Fasten im Alltag – perfekt für Mütter – MOTHERBOOK®,6

 

Dann wird alles aufgekocht:

Fasten im Alltag – perfekt für Mütter – MOTHERBOOK®, 7

 

Eine ganze Weile lasse ich das Gemüse in Wasser mit einer ganz kleinen Menge Gemüsehefebrühe-Paste kochen, länger jedenfalls, als wenn das Ziel eine Minestrone wäre.

Anschließend siebe ich das Gemüse aus der Brühe heraus und fülle die köstliche Gemüsebrühe in 450 ml Portionen in Gefrierbeutel ab, um sie anschließend einzufrieren.

Das übrige Gemüse möchte ich weiter benutzen: so püriere ich den Rest und fülle das Muß in Muffing-Papiermaschetten, damit ich es portionsweise einfrieren kann. Diese tiefgekühlten kleine Portionen verwende ich den Rest des Jahres als Soßenbinder – besser und gesünder geht es kaum!

Fasten im Alltag – perfekt für Mütter – MOTHERBOOK®, 8

 

Mit diesen Vorbereitungen habe ich mein gesamtes Thema „Ernährung“ für die nächste 21 Tage abgeschlossen – kein einkaufen mehr und kein einziger Gedanke, der darum kreist: wer ißt wann was…

Der Tagesablauf beim Fasten

Nun werde ich einen typischen Tagesablauf in der Fastenzeit schildern – nur das Fasten betreffend:

Der Tag beginnt mit einem Glas FX Passage-Salz mit dem Saft einer Zitrone, damit der Darm ohne essen in Bewegung bleibt:
Fasten– Motherbook

 

Nach einer halben Stunde gibt es das Fastenfrühstück – jeder Bissen bewusst sehr, sehr gut gekaut (sonst neige ich eher zu essen in Rekordzeit – habe ich mir in der Kinder-Alltags-Hektik leider so angewöhnt) und mir einem Schlückchen Schwedenmilch langsam, langsam heruntergeschluckt. Das kostet mich in den ersten Tagen sehr viel Disziplin…

Fasten im Alltag – perfekt für Mütter – MOTHERBOOK®,  10

Dann gehe ich 3-5 mal die Woche mit Freundinnen zum Joggen um den See oder ins Fitnessstudio und es ist ganz erstaunlich: es klappt nach ein bisschen Anlaufschwierigkeiten fast wie sonstauch, ein tolles Gefühl!

Fasten – Motherbook®

 

Ansonsten trinke ich Tee, Tee, Tee… und Wasser!

P1200166

 

Nur das Tee-Service, die Tassen und die schönen Blumen im Hintergrund wechseln:

Fasten im Alltag – perfekt für Mütter – MOTHERBOOK®, 9

Das Highlight des Tages ist der Teller Gemüsebrühe: eine „Geschmacksexplosion“, köstlich!

Fasten – Motherbook®

Das Erstaunlich ist: es klappt alles wundervoll! Heute bin ich an meinem 18. Fasttag und fühle mich großartig, topfit und absolut „hungerfrei“. Der Einstieg in das Fasten ist mir dieses Jahr wirklich schwer gefallen, viel schwerer als sonst, da ich mit einer ziemlich heftigen Erkältung angefangen habe. Nach einer Woche war ich auskuriert und seit dem 9. Fasttag fühle ich mich leicht und kerngesund. Gut 5 Kilogramm habe ich bisher an Gewicht verloren und bin ja noch nicht am Ende…

Die nächste Tage gibt es noch in der Arte-Mediathek einen sehr interessanten Film zu den positiven Auswirkungen der Fastens auf die Gesundheit und ist hier auf Arte zu sehen.

Ich bin sehr glücklich über meinen Entschluss in diesem Jahr wieder zu fasten und wie jedes Mal bin ich sehr fasziniert von der Tatsache, dass man sich mit so wenig Nahrung so fit fühlen kann: es ist ein Reset für Körper, Seele und Geist!

Wenn ihr es auch versuchen wollt – ich kann euch nur ermutigen!

Außerdem würde ich mich über Kommentare zum Thema Fasten und eventuelle Erfahrungen oder Fragen von Euch sehr freuen.

 

Artikel von

4 Kinder, 1 Enkel, 1 Ehemann, Mompreneur: Gründerin der AKADEMIE FÜR MATRISOPHIE® mit MOTHERBOOK®, BLOMM + ...

Hallo,
Bitte hinterlassen Sie uns einen Kommentar.

Die Motherbook-Autoren versuchen, alle unerwünschten Beiträge fernzuhalten. Trotzdem ist es uns nicht möglich, alle Beiträge zu überprüfen. Motherbook kann deshalb nicht für den Inhalt der Beiträge verantwortlich gemacht werden. Jeder Nutzer trägt für seine Beiträge die Verantwortung. Wir weisen darauf hin, dass Beiträge, die gegen geltendes Recht verstoßen, auch im Internet der Strafverfolgung unterliegen und zur Anzeige gebracht werden können.

Kommentar hinterlassen

css.php