Meine erste Fastenwoche war genial und weiter geht’s in die nächste Runde

Fastenmahlzeit – MOTHERBOOK®

Fasten macht stark! Das ist ein Erkenntnis nach einer Woche durchhalten bei normaler Arbeitsbelastung plus Großfamilie. Es ist absolut erstaunlich, wie sich der Organismus nach 2-3 Tagen ohne Nahrungsaufnahme zur Verwertung von Reserven umstellt und die normale Leistungfähigkeit spätesten am 3. Tag wieder da ist, losgelöst von Essensritualen.

Ich habe mein normales Sportprogramm absolviert, normal gearbeitet bei Esseneinsladungen meine Gemüsebrühe „geschlürft“, der Familie Mahlzeiten zubereitet ohne selbst auch nur zu probieren und tapfer meinen geliebten Kaffee weggelassen. Jede Gelengenheit mich an der frischen Luft zu bewegen habe ich wahrgenommen und so auch zwei Besprechungen nach draußen verlegt.

Es ist ein gutes Gefühl zu merken, wie alles auch ohne die gewohnten Abläufe funktioniert und absolut entlastend, weil die monotone, magere Speisekarte viel Kraft freisetzt, die sich sonst um’s Essen und dessen Planung dreht. Die einzige Abwechslung sind die Teesorten und vielleicht noch die Wahl des Teetservices.

Selbst die Geburtstagsfeier einer meiner Töchter habe ich ohne Heißhungerattacke überstanden und auch genossen, obwohl alle um mich herum ausgiebig geschlemmt haben. Alle fragten mich, ob das nicht unzumutbar wäre und wie sehr ich unter meinem Verzicht leide – aber nein es war nicht unangenehm, nein ich hatte sogar ein leicht erhabenes Gefühl und freute mich über meine „stoffliche Unabhängigkeit“.

Die Fastengruppe

Ein besonders guter Aspekt, der mir sehr hilft die Fastenzeit durchzuhalten, ist unsere kleine Gruppe, die gemeinsam fastet. Bei einer befreundeten Fastenärztin – Maxi – haben sich mehrere Frauen zusammengeschlossen, um dieses „Projekt“ gemeinsam anzugehen. Alle haben die Situation, sehr viel zu arbeiten und keineswegs aus ihrem normalen Arbeitsrhytmus ausscheren zu wollen.

Angeleitet von Maxi, der Fastenärztin, die selbst auch mit fastet, sind wir eine angenehme kleine Gruppe, alle ziemlich energiegeladen.

Da ist Elli, die gerade ihre Facharztausbildung macht (nachdem sie drei Kinder großgezogen hat);

Emmi, die Vollzeit als Ärztin arbeitet und zwei Söhne in der im Gymnasium hat;

Maria, die als Unternehmerin geschäftlich viel international unterwegs ist, so auch während unserer Fastenzeit;

und ein kleiner Twen, der bewunderungswert trotz der „Mom-Power“  weiter mitmacht;

Luise ist als einzige ausgestiegen aus dem Programm (wirklich schade). Sie hat schon viele teure Fastenkuren in Spezial-Kliniken gemacht und scheut den „Alleingang“ im normalen Alltag.

Mehrere Personen, die zugesagt hatten, haben sich Vorfeld doch noch abgemeldet…

Für mich käme es nicht infrage für eine Fastenkur kostbare Freizeit zu opfern – es ist also die perfekte Variante im normalen Alltag zu fasten. Den richtigen Zeitpunkt gibt es nie dafür. In diesen drei Wochen haben zwei meiner Kinder Geburtstag und es liegen einige sehr schöne Einladungen in dieser Zeit. Ich sage den Gastgebern vorher Bescheid, dass ich fasten und stelle ihnen frei, ob es sie stört, wenn ich nichts esse außer meiner mitgebrachten Gemüsebrühe. Für die meisten ist ein kein Problem…

 

Was wir essen:

Wir machen eine F. X. Mayr-Kur mit

vor dem Frühstück F.X. Passage Salz in 250 ml Wasser + etwas Zitronensaft,

zwei der „Mahlzeiten“ täglich ergänzen wir noch mit Basenpulver,

Frühstück und Mittagessen jeweils ein nicht frisches Fastenbrötchen mit Schwedenmilch,

mittags und abends eine Gemüsebrühe,

mindestens drei Liter Tee oder Wasser pro Tag;

morgens nach dem duschen kalt abbrausen, damit der Kreislauf in Schwung kommt,

abends gehe ich mit einer wohligen Wärmflasche ins Bett, über die mein Mann zwar lächelt, die er aber akzeptiert.

Fastentee

Neben dem Wechsel von Teesorten, bleibt mir als „Spaß“ nur noch übrig, das Teeservice zu wechseln, um etwas Abwechslung in den monotonen Speiseplan zu bringen.

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Auf den Tisch stelle ich immer schöne Frühlingsblumen – darüber freue ich mich sehr – für’s Auge halt…

Wir sind mit unserem Experiment nicht allein: Unter dem Titel „Der bewusste Verzicht ist ein faszinierendes Abenteuer“ gibt es einen interessanten Beitrag zum Fasten in der FAZ, der unsere Erfahrungen unterstreicht.

Über die wissenschaftlich inzwischen nachgewiesenen positiven Wirkungsmechanismen des Fastens gibt es einen lohnenden Film auf Arte: „Fasten und Heilen“. Der Beginn dieses Beitrags ist zunächst etwas befremdlich, aber es lohnt sich durchzuhalten. Danach sind eine große Anzahl sowohl körperlicher, als auch seelisch-geistiger Beschwerden durch das Fasten zu lindern, zu heilen und auch zu verhindern: wahre Sano- oder Salutogenese. (Das ist für die Pharmaindustrie schwer zu verdauen, da auf diese Weise sich eine Vielzahl von Medikationen erübrigen könnten…)

Unsere Fastengruppe ist komplett gesund – wir fasten aus unterschiedlichen Gründen. Mein Hauptansporn ist mein Gewicht, das ich gerne dauerhaft in einem Bereich halten will, in dem ich mich am wohlsten fühle. im Laufe des Jahres schleichen sich bei mir immer wieder Gewohnheiten ein, die mich zunehmen lassen. Stress und zu schnelles essen sind dabei die wichtigsten Faktoren.

Nun nach einer Woche Fasten fühle ich mich sehr wohl und habe schon mehr als die Hälfte der überschüssigen Kilos verloren. Daher bin ich absolut motiviert weiterzumachen und ich werde berichten, denn in der nächsten Woche erwarten mich noch einige zusätzliche Herausforderungen…

Hat jemand von euch Erfahrung mit dem Fasten?

 

Artikel von

4 Kinder, 1 Enkel, 1 Ehemann, Mompreneur: Gründerin der AKADEMIE FÜR MATRISOPHIE® mit MOTHERBOOK®, BLOMM + ...

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