Gemüse wächst nicht im Supermarkt – LED-Lampen für’s Bewusstsein und den Gaumen

DSC04197Die Lage ist erschreckend. Fragt man ein Stadtkind, woher eigentlich unsere Nahrung kommt, ist die Antwort oft: „Aus dem Supermarkt.“ Ende der Durchsage und weiter wird auch nicht nachgedacht. Das mag erschreckend sein, verwunderlich ist es allerdings nicht. Tatsache ist ja, dass wir hier in der Stadt fast ganz von jeglicher Agri-Kultur abgeschnitten sind. Dass gegen einen solchen Bewusstseinsschwund gerade in einer Zeit wie unserer etwas getan werden muss, steht jedoch außer Frage – in einer Zeit in der die Art der Interaktion mit der Umwelt immer wichtiger wird.

Aber fassen wir uns zunächst einmal selber an die Nase. Die Sichtweisen der ganz kleinen kommen ja nicht von irgendwo her. Der Supermarkt als unerschöpfliche Quelle, von der man das ganze Jahr über aus vollen Zügen (und unverändertem Sortiment) Tag und teilweise Nacht schöpfen kann, ist Spiegelbild, ja Sinnbild des gängigen Konsumverhaltens. Ich selbst habe mich einmal dabei erwischt, einem Obstverkäufer pikiert-arrogant gegenüber zu stehen, weil er mir im Februar keine Champignons verkaufen konnte. Ich hatte vergessen, was Pilze eigentlich sind und wo sie herkommen, hatte nur meine Champignonsoße im Kopf.

Natürlich und glücklicherweise gibt es in Berlin bereits zahlreiche Initiativen für den bewussten Umgang mit Umwelt, Pflanzen und Nahrung. Beispielhaft sind und bleiben die zauberhaften Prinzessinnengärten.

An diesem Wochenende kommen ein paar junge italienische Designer in die Stadt, die auch ein kleines bisschen Bewusstsein mitbringen wollen. Sie haben eine spezielle LED-Lampe entwickelt, mit der man in der Wohnung sein eigenes Bio-Gemüse wachsen lassen kann – oder Kräuter oder Blumen. Die Aufspaltung von roten und blauen Strahlen sind optimal für den Wachstum von Blättern und Früchten.

Wie lange dauert es, bis eine Frucht reif ist? Wie kann ich die Pflanze pflegen? Wie viel Platz braucht eine und welche Pflanzen kann ich zusammen in eine Topf pflanzen? Warum? Und zum Schluss: Wie groß ist der Genuss, wenn ich das Selbstgesäte ernten kann! Von nur einem einzigen Blumentopf können Stadtkinder so viel lernen – die kleinen und die Großen.

Berliner! Wer Interesse hat, ist herzlich eingeladen, am Sonntag, den 3.11.2013 am Nachmittag zwischen 15 und 20 Uhr im Café Nothaft und Seidel vorbeizukommen. Dort gibt es frischen Tee aus selbstangebauten Kräutern und die Designer stehen für Fragen zur Verfügung.

 

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Ein Kommentar

  1. Gabriele Küssner
    Gabriele Küssner at | | Rückmeldung abgeben

    Es gibt Informationen über LED- Licht, ganz abgesehen von den im Artikel beschriebenen Leuchten, die nicht so bekannt sind, die jedoch von allgemeinem Interesse sind.
    Das Institut für Baubiologie hat in eigenen Untersuchungen festgestellt, dass die Netzspannung sowie lampenintegrierte Elektronik zu einem Flimmeranteil im LED-Licht von bis zu 100 Prozent führen können. Eine starke Pulsung kann nach Meinung des Instituts die Gesundheit beeinträchtigen. Das menschliche Auge kann höchstens eine Flimmerfrequenz von 60 Hertz wahrnehmen. Flackert also die ein oder andere LED-Leuchte stroboskopartig mit nur gering höheren Frequenzen als besagte 60 Hertz, können sie indirekt Stress im Gehirn auslösen.
    Eine steigende Anzahl von Medizinern sieht negative Auswirkungen von flimmerndem Licht auf die menschliche Gesundheit ( neurologische Abläufe, Koordination, Stoffwechsel, Schlafqualität, Hormone, Hirnströme…)
    Halogenlicht weist diese Eigenschaften nicht auf.

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