Geochcaching- die urbane Schatzsuche

Geocache im Versteck (Erdloch)–Motherbook®

Ich weiß nicht ob es euch hin und wieder auch so geht, aber mich langweilt so ein klassischer Spaziergang schon. Das liegt wohl vor allem daran, dass ich mitten in Berlin wohne und Wald und Wiese nicht mal eben um die Ecke liegen. Es ist also meist die übliche Runde um den Block – und das ist nicht sonderlich spannend. Auch kennt man als Berliner zu Fuß spätestens nach der Elternzeit alle Um- und Schleichwege. Trotzdem gehe ich regelmäßig mit dem Töchterchen raus. Frische Lust ist ja trotz alledem etwas Schönes. Als ich neulich mit einer Freundin, auch Mutter eines 2 Jährigen Kindes zusammensaß und ihr mein „Leid“ klagte, erzählte diese mir vom Geocaching. Sie nutzt die kleine Schnitzeljagt gerne am Wochenende. Ich kannte zwar das Konzept, aber mir war nicht klar, dass die kleinen und großen Schätze zu Massen in Berlin versteckt liegen.

Also habe ich mich auf Geocaching.com schlau gemacht und unsere erste urbane Schnitzeljagt in Angriff genommen.

 

1. Was ist Geocaching?

Geocaching ist eine elektronische Schnitzeljagt bzw Schatzsuche, bei der Anhand von den GPS Koordinaten auf den Fundort verwiesen wird. Früher hat man den Fundort mit einem GPS-Gerät und/oder einer Karte gesucht. Mittlerweile kann man auch eine App runterladen, in der alle Schätze (inkl. Art und Schwierigkeitsgrad) vermerkt sind. Ein Geocache ist in der Regel ein wasserdichter Behälter, in dem sich ein Logbuch sowie verschiedene kleine Tauschgegenstände befinden. Der Besucher kann sich in ein Logbuch eintragen, um seine erfolgreiche Suche zu dokumentieren. Anschließend wird der Geocache wieder an der Stelle versteckt, an der er zuvor gefunden wurde. (Quelle: Wikipedia) Hier muss man aufpassen, dass man dabei nicht beobachtet wird. Der Ort soll ja weiterhin geheim bleiben.

 

Laut der Datenbank des größten Geocache-Verzeichnisses geocaching.com existieren heute weltweit insgesamt über 2,3 Mio aktive Caches. Davon befinden sich über 320.000 in Deutschland, über 22.000 in der Schweiz und über 35.000 in Österreich. (Quelle Wikipedia)

 

Wie funktioniert es

Wir haben uns erst mal die Geochaching App runtergeladen. Dann haben wir auf der Karte einen Schatz in der Nähe gesucht, der nicht so schwer zu finden ist. Das war bei der Masse an Geocaches in Berlin wirklich nicht schwer. Als wir uns für einen Cache entschieden haben, sind wir losgestiefelt – immer schön den Koordinaten der App hinterher. Am Zielort mussten wir suchen. Die Angaben waren ca auf 5m genau, der Rest musste dann also wieder „analog“ gemacht werden. Wenn man es gar nicht findet, kann man sich einige Tipps der Community durchlesen. Ich habe ihn nach ca 5 Minuten gefunden. Ein bisschen Indiana Jones Feeling war ja schon dabei. Im Döschen waren ein Logbuch und kleine Schätze. Wir haben uns eine Murmel genommen und eine Haarspange dafür reingelegt. Dann ganz unauffällig wieder wegpacken, denn sehen durfte uns keiner dabei. So schnell kann ein einfacher Spaziergang also zur urbanen Schatzjagt werden. Die nächste Schatzjagt ist schon in Planung.

 

Übrigens: Wenn die Kinder dann etwas größer sind können sie sogar schon selbst auf Schatzjagt gehen. Die Caches gibt es fast überall auf der Welt, egal ob Stadt oder Land – eine ist sogar auf der ISS versteckt.

Artikel von

Jungmutter einer kleinen Tochter, Mompreneuer, Master in interkultureller Kommunikation, ausgebildete Mediatorin

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