MOTHERBOOK®-Interview: Mompreneur Sarah Müggenburg, Mitgründerin von Keleya

Wenn Mütter Gründer werden, Mompreneurs, ist es auf der einen Seite immer eine große Herausforderung. Auf der anderen Seite jedoch wiegt die Chance für ein selbstbestimmtes Leben mit Kindern und Startup viele Anstrengungen wieder auf. So wie bei Sarah Müggenburg, der Mitgründern von Keleya und 2-fach Mutter. Dazu haben wir sie für Euch interviewt:

Keleya– Sarah Mübbenburg

Sarah, bitte stelle dich erst einmal vor

Kurz in einem Satz bin ich Sarah, Mutter von zwei Söhnen (5 und 10 Jahre alt), Mitgründerin von Keleya, Yogalehrerin und fast für jeden Spaß zu haben.

Derzeit stecke ich sehr viel Zeit, Energie und Herzblut in Keleya, eine im September gelaunchte App für die Schwangerschaft. Hier habe ich auf Grund meiner zehnjährigen Erfahrung als Pre- und Postnatalyogalehrerin das Keleya Move Programm entwickelt. Darüber hinaus bin ich bei Keleya für alle Inhalte rund um das Keleya Magazin und Kooperationen mitverantwortlich.

 

Du bist als Mutter und Gründerin Mompreneur. Deine weiteren Mitgründer haben noch keine Kinder – wie wirkt sich das im Team aus?

Da triffst du den Nagel auf den Kopf! (lacht) Wir sind ein Start-Up und bisher noch ein sehr kleines Team, in dem jeder mehrere Verantwortungsbereiche hat. Als Mutter bin ich gewohnt, viele Dinge gleichzeitig zu tun und zu verantworten, aber das ist nicht immer hilfreich. Bei meiner Arbeit muss ich mich sehr fokussieren, um alle anstehenden Aufgaben zu erledigen. Wenn der Berg an To Do’s dann doch mal kaum kleiner wird, kann ich leider nicht einfach mal eine Nachtschicht einlegen, denn mein kleiner Sohn muss von der Kita abgeholt werden, das ganze Abendprogramm muss gestartet werden, etc.

Die Kollegen haben, bis auf unseren Head of Product noch keine Kinder und sind dadurch natürlich viel flexibler in ihren Arbeitszeiten. Zum Glück reagieren meine Kollegen sehr verständnisvoll, wenn ich ihnen mitteile, dass ich keine Meetings nach 16 Uhr machen kann und sage, dass ich los muss, oder wenn ich mal mein Ferienkind mit ins Büro bringen muss. Nicht zuletzt haben wir ein Produkt, welches

sich an werdende Mamas wendet und dabei auch von meiner Expertise profitiert.

 

Wie kommt es, dass du als Yogalehrerin plötzlich ein Startup gründest und unter die App-Entwickler gehst?

Da ich selbst sehr viele Apps nutze und es einfach praktisch finde, so vieles immer mobil bei mir zu haben, denke ich, dass Keleya, als persönlich zugeschnittene App einen großen Nutzen für werdende Mamas mit sich bringt. Jedenfalls freue ich mich, mit Keleya ein weiteres Baby auf die Welt gebracht zu haben und sehe gespannt zu, wie es wächst und gedeiht.

Keleya – Yoga für Schwangere

Was macht Keleya genau?

Keleya ist ein app-basierter Gesundheits-Coach, der sich speziell an die Bedürfnisse von Schwangeren richtet und sie durch individuelle Programme rund um gesunde Ernährung und Bewegung in der Schwangerschaft unterstützt. Die Nutzerinnen erhalten personalisierte Yoga- und Pilates-Workouts mit unterschiedlichen Schwerpunkten wie etwa spezielle Rücken- oder Beckenbodenübungen, die sie zeitlich und örtlich flexibel durchführen können.

Ergänzt wird das Programm durch gesunde und leckere Rezeptempfehlungen. Sowohl anhand der persönlichen Einstellungen wie der Schwangerschaftswoche und den individuellen Zielen, als auch durch das Nutzerfeedback, passt sich das Programm kontinuierlich an die Nutzerin an.

Keleya-App, Food-Screen

 

Ist es in der Schwangerschaft nicht riskant, wenn ich Übungen Zuhause ohne Trainer mache?

Die Workouts sind aus kleinen Modulen zusammengesetzt, die sich in der Intensität, Dauer und im Schwerpunkt auf die Bedürfnisse und die Einstellungen der Nutzerin wie beispielsweise Schwangerschaftswoche und körperliche Beschwerden einstellen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Schwangere nur für sie machbare und sichere Übungen bekommt. Darüber hinaus gibt es von vielen Übungen unterschiedliche Versionen, die sich je nach Voraussetzungen anpassen.

Auf jeden Fall sollte die Schwangere sich vor der Nutzung, ebenso, wie wenn sie einen Kurs besucht, von ihrer Hebamme oder Gynäkologin beraten lassen, ob sie Yoga oder Pilates üben darf. Bei einer Risikoschwangerschaft ist von körperlichen Übungen generell abzuraten oder sie sollten nur in Absprache mit der Ärztin und unter fachlicher Betreuung ausgeübt werden.

Ansonsten wurden die Übungen aus der App an tausenden Schwangeren in zahlreichen Kursen direkt getestet und wurden sehr gut angenommen. Bei der Entwicklung haben wir mit einer sehr erfahrenen Pilatestrainerin kooperiert. Die Keleya App wurde sowohl von Physiotherapeuten als auch Ernährungsexperten und Sabine Kroh von Call a Midwife speziell für Schwangere geprüft.

Keleya App, Move-Sreen

Bis wann darf ich die Workouts in der Schwangerschaft machen und was ist der Nutzen?

Die Workouts können bis zur Geburt ausgeübt werden, da sie sich an die jeweilige Schwangerschaftswoche anpassen. Der Nutzen der verschiedenen Übungen unterscheidet sich je nach Modul. Beispielsweise sind die Atem- und Entspannungsübungen in unserer App eine sehr gute Voraussetzung, um entspannt auf die Geburt zu blicken, da sie auch zu einer positiven inneren Einstellung beitragen. Zudem sind die Übungen für die Geburt sehr hilfreich.

 

Was möchtest du unseren Leserinnen noch mit auf den Weg geben?

Ich möchte gerne auch anderen Müttern Mut machen, ihren eigenen Traum zu leben, ihr Herzensprojekt voranzutreiben und ihr eigenes Business auf die Beine zu stellen. Es ist bestimmt nicht der leichteste Weg, zusätzlich zur Familie noch mehr Verantwortung für ein Business zu tragen, besonders, wenn es die ersten Jahre auch noch in den Kinderschuhen steckt.

Dennoch bin ich fest davon überzeugt, dass es sich für uns Mamas auszahlt, etwas zu machen, was einen persönlich ausfüllt und dabei sein eigener Chef zu sein. Letztendlich bekommt man/frau, genau wie bei seinen Kindern, sehr viel zurück. Zudem glaube ich, dass wir in unserer Gesellschaft mehr Frauen brauchen, die ihr eigenes Geschäft leiten.

Frauen und Mütter beleben nicht nur die oft noch sehr männlich dominierte Geschäftswelt durch ganz neue Ideen und Impulse, sondern gehen auch ganz neue Wege. Damit ebnen sie wiederum ihren Kindern und Töchtern den Weg für neue Möglichkeiten. Bei Keleya bringe ich zum Beispiel immer wieder andere Sichtweisen aus meiner Mama-Perspektive ein.

In meinem Leben als Mitgründerin habe ich nun zwar weniger Zeit für meine Kinder, als zuvor als selbstständige Yogalehrerin und Bloggerin/Texterin, aber meine Kinder spüren auch, dass ich sehr energiegeladen und gut gelaunt bin. Es macht nämlich einfach Spaß so viele der eigenen Ideen verwirklichen zu können. Ich freue mich, an einer Produktentwicklung beteiligt zu sein, die so vielen anderen Müttern weiterhilft und vielleicht auch einen entspannten Start ins Familienleben schafft.

Vielen Dank, liebe Sarah, für das interessante Gespräch und viel Erfolg für Deine wunderbare App Keleya!

Wenn es unter Euch Lesern Schwangere gibt, probiert Sarahs Angebot doch einmal aus oder empfehlt es weiter an Schwangere aus Euerm Umfeld.

 

 

 

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4 Kinder, 1 Enkel, 1 Ehemann, Mompreneur: Gründerin der AKADEMIE FÜR MATRISOPHIE® mit MOTHERBOOK®, BLOMM + ...

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