Nach draußen!

_DSC7414Endlich Frühling! Doch wo beobachten Innenstadtkinder Pflanzen und Tiere?

Endlich! Die Krokusse brechen auf, die Eichhörnchen jagen sich um die Baumstämme, überall zwitschert es. Wir haben wieder Lust nach draußen zugehen! Alle. Neulich hing ich das erste Mal in diesem Jahr die Wäsche im Garten auf (Mein Sohn:“Dann riecht sie wieder so gut…“) und hörte trotz des Lärmpegels von der nahegelegenen Hauptstraße mindestens fünf unterschiedliche Vogelarten zwitschern. Blöd nur, dass ich nur die beiden Amseln und das heisere Geschrei des Eicheklhäherpärchens identifizieren konnte. Doch Hilfe naht! Auf www.vogelstimmen.de gibt es Hörbeispiele.
Blöd auch, dass ich das winzige Vögelchen mit weißlicher Brust nicht benennen konnte. Grauschnäpper? Beutelmeise? Berglaubsänger? Habe aber die wunderbare Bestimmungshilfe des Nabu gefunden, der auch mal die am häufigsten in Deutschland vorkommenden Vogelarten porträtiert.
Als unsere Kinder noch viel kleiner waren, wollten die immer wissen, was sich da um sie herum regt und wie das heißt, was da wächst. Smartphoneapps zur Bestimmung von Tier- und Pflanzenarten gab es da noch nicht.
Alles ist schön, wenn man wie wir am Stadtrand wohnt und einen Garten hat. Doch wo beobachten Innenstadtkinder Pflanzen und Tiere? Sage niemand, das gäbe es nicht. In Berlin (Entschuldigung liebe Leser und Leserinnen aus Hamburg, Leipzig oder Köln!) gibt es Parks mit Tiergehegen. (Falls sich Promis mit Kindern finden, die die Finanzierung sichern helfen.) Es gibt diverse Kinderbauernhöfe, zum Beispiel in Kreuzberg oder in Pankow. An Wochenenden laden die Gärten der Welt, die Domäne Dahlem oder auch das Ökowerk weit im Westen der Stadt zu Führungen.
Aber auch in der Stadt können und sollen Kinder und Erwachsene gemeinsam Wildtiere beobachten: Portal Beee forscht zur Biodiversität und bittet deshalb darum, Tierbeobachtungen zu melden Füchse tummeln sich ja im Monbijou-Park und in Steglitz kann man schon mal Besuch von Wildscheinrotten bekommen. Glückwunsch, falls es gelingt, in der Dämmerung einen Igel zu beobachten. Auch Gärtnern ist vor der eigenen Haustür möglich, selbst wenn man keinen eigenen Schrebergarten hat. Wer Berlins bekanntestes Beispiel besichtigen will: Die Prinzessinnengärten öffnen am 28. März wieder.

Artikel von

2 Töchter, 1 Sohn, verheiratet, Online-Redakteurin, Coach

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