Reise durch den Himalaya als Herausforderung für Teenager mit Eltern

Unsere beiden Jüngsten waren 15 und 17 Jahre alt als die Entscheidung für oder gegen eine Sommerreise anstand. So fragte ich sie, wie sie sich die Sommerferien vorstellten. Der 15jährige strahlte mich mit einem leicht provozierenden Lächeln an und sagte: „Wir fahren nach Mallorca in ein Hotel mit einer Disco auf dem Dach!“ Bei mir stellte sich sofort der Wunsch auf ein Gegenmodell ein: ich wünschte mir eine gemeinsame Zeit voller Abenteuer, während der die Kinder am Abend um 22 Uhr sehnsüchtig erschöpft ins Bett fallen, selig schlafen und der nächste Tag mit neuen Herausforderungen dann früh beginnt.

Nach einiger Überlegung kristallisierte sich eine Idee heraus, die wir dann umgesetzt haben und die uns allen Vieren unvergessliche Erlebnisse verschafft hat. Sie hat uns auf der einen Seite absolute Grenzerfahrungen beschert und auf anderen das Zusammengehörigkeitsgefühl  auf harte Proben gestellt, aber im Ergebnis erheblich gestärkt.

Wir planten ein Jeeptrecking von New Delhi über Manali und Leh bis an die chinesische Grenze über den einzig möglichen Weg: eine erst 1974 für das indische Militär zur Grenzsicherung gebaute Straße, die als solche in weiten Teilen nicht erkennbar ist… eine Fahrt durch menschenleere Hochgebirgslandschaften von ungeahnt fremdartigem Reiz und großer Schönheit über die beiden höchsten befahrbaren Pässe der Welt. Angesichts der kargen, aber sehr interessanten Lebensverhältnisse der wenigen dort oben lebenden Menschen, der Extrembedingungen für Flora und Fauna, relativiert sich das eigene Leben auf Basiswertigkeiten und Dankbarkeit… Dort oben sind wir unerwartet zweimal dem Dalai Lama begegnet, was uns alle sehr fasziniert hat…

 

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4 Kinder, 1 Enkel, 1 Ehemann, Mompreneur: Gründerin der AKADEMIE FÜR MATRISOPHIE® mit MOTHERBOOK®, BLOMM + ...

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