Reisen mit einem Baby (0-1 Jahr)

Mother and baby on the board

Mit dem Flugzeug

Pack Spielsachen/Bücher ein, die es noch nicht kennt.

Neue Sachen sind immer besonders interessant und können schon die ganz Kleinen erstaunlich lange beschäftigen. Ob ein schönes Büchlein oder eine spannende Rassel. So vergeht die Zeit, wie im Fluge.

 

Zieh Dein Kind wickelfreundlich an.

Uns passierte es bisher immer, dass unsere Tochter vor lauter Aufregung die Windeln voll gemacht hat. Damit man dieses Problemchen zur Freude aller schnell lösen kann, ist es von Vorteil, wenn man sich nicht durch 10 Schichten Kleidung wühlen muss.

 

Trage Dein Baby

Wenn du das Baby in ein Tuch oder eine Tragehilfe packst, hat das zwei entscheidende Vorteile. Es wird entspannter sein und sich zwischendurch trotz der spannenden Reise ausruhen können, da es weiß, dass es sicher bei den Eltern ist und Du hast weniger Gepäck, welches Du von A nach B schleppen musst.

Füttere/stille es während Start und Landung

Das Nuckeln und Schlucken hilft dem Baby beim Druckausgleich. Bei einer Erkältung hilft auch ein abschwellendes Nasenspray. Dies kann böse Ohrenschmerzen verhindern bzw. erleichtern.

 

Wähle einen späteren Anschlussflug

So kann sich der Nachwuchs noch einmal richtig austoben, oder Du kannst mit ihm etwas spazieren gehen, in Ruhe essen und musst Dich nicht hetzen, wenn der vorangegangene Flieger doch etwas Verspätung hat. Perfekt sind nach unserer Erfahrung ca. 90 Minuten.

 

Technik wirkt Wunder

Ein paar Videos auf dem Tablet oder auch Bilder sowie Spiele auf dem Smartphone. Das ist vielleicht nicht der pädagogisch wertvollste Zeitvertreib, kann aber bei einem quengeligen 1-Jährigen schon Wunder wirken.

Bring ein kleines Geschenk für Deinen Sitznachbarn mit

Bestückt mit einem netten Brief vom Baby, ein paar Ohrstöpseln, einer kleinen Süßigkeit, ein Kreuzworträtsel mit Stift und vielleicht sogar 5 Euro für einen Entspannungsweinchen –  schon ist der grummelig-drein-schauende Nachbar ganz handzahm.

 

Mit dem Auto

 

 

Fahre während der Schlafzeiten

Eigentlich ist das logisch. Wenn das Kind schläft ist es viel entspannter.  Deswegen ist es immer schlau abends oder, noch besser, mittags zu fahren. So können gerne schon 1-2 Stunden entspannt gefahren werden.

 

Plane kleine Etappen

Ganz nach dem Motto der Weg ist das Ziel: Sucht Euch schöne kleine Stops aus, in denen man 30-minütige Pausen machen kann. Das kann richtig viel Spaß machen. Ein Biobauernhof, ein kleiner See oder andere Sehenswürdigkeiten auf dem Weg helfen nicht nur den Babys sich von der anstrengenden Fahrt zu erholen, sondern zeigt den Eltern auch wie viele interessante Orte es fernab von der Autobahn oder Schnellstraße gibt.

 

Pack spannende Snacks ein

Falls das Kind schon Beikost zu sich nimmt, packe ganz verschiedene Snacks ein, die sich unterschiedlich anfühlen und schmecken. Das kann ein spannendes  Entdeckungsspiel für das Baby werden und es einige Zeit beschäftigen. Wenn Du stillst, stille es ruhig oft und nach Bedarf, das beruhigt das Baby und vielleicht schläft es ja ein. Aber schnalle es nicht ab. Wenn Du während der Fahrt nicht stillen kannst, mach lieber ein Päuschen mehr.

Sitze hinten

Das ist für das Baby einfach schöner, vor allem wenn es sonst selten Auto fährt. So kann man ein paar Fingerspiele zeigen, ein Lied singen und dem unruhigen Kleinen über die Stirn streicheln. Auch eine kurze Stillpause (falls überhaupt möglich) kann so unkompliziert eingebaut werden.

Bring einen Spiegel oder neue Spielsachen mit

Spiegelbilder finden schon die ganz kleinen toll und können für ein paar Momente Zauber wirken. Ansonsten gilt auch hier, wie beim Fliegen: Neue Spielsachen beschäftigen meist länger als alte, denn das Erfühlen, Ertasten und Erschmecken braucht seine Zeit.

 

Mit der Bahn

 

Hier gelten ganz ähnliche Tipps, wie beim Fliegen oder Autofahren. Nur dass man mehr Bewegungsfreiheit hat und es keine nervige Start- und Landungsphase gibt. Zwei Dinge möchte ich Euch trotzdem ans Herz legen:

 

Schau Dir den Zugplan an

Damit Du nicht mir Kind und Kegel einmal den ganzen Zug entlang hasten musst, solltest Du Dir anschauen, wo welche Abteile halten und in welchen Wagen Du einsteigen möchtest.

 

Reserviere ein Kinderabteil!

Aber erst ab ca. 3 Monaten. Denn vorher wird es wohl entweder schlafen oder stillen. Da ist ein normales Abteil meist ruhiger und weckt den Nachwuchs nicht unnötig auf. Hier sind die Rollstuhlplätze meist hur geeignet, da dort gleich ein Kinderwagen oder das Gepäck hinpasst. Wenn jedoch ein Rollstuhlfahrer kommt, musst Du den Platz logischerweise frei räumen. Danach sollte man unbedingt ein Kinderabteil buchen. Dort gibt es (meist) Platz für alles, man kann die Tür hinter sich schließen und hat dort gleich einen Wickelplatz. Außerdem spart man sich so die bösen Blicke der kinderlosen Fahrgäste und das entspannt enorm!

Auch hier: Trage Dein Baby

Da so ein Zug wirklich lang sein kann, ist es gar nicht so abwegig ein bisschen spazieren zu gehen. Also ab mit dem Kind in die Trage und dann geht’s auf und ab durch die Abteile. Auch spart man sich so das komplizierte Verstauen des Kinderwagens und hat keinen Ärger an den Bahnhöfen (es gibt noch immer viele Bahnhöfe ohne Fahrstuhl).

 

 

Habt ihr auch noch ein paar Tipps und Tricks, die sich bei Euren Reisen mit Baby bewährt haben? Wir freuen uns, wenn ihr sie verratet.

 

 

 

 

 

Artikel von

Jungmutter einer kleinen Tochter, Mompreneuer, Master in interkultureller Kommunikation, ausgebildete Mediatorin

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