Ostern, Ende der Fastenzeit – Ein Selbstversuch

Osterfrühstück - Motherbook

Heute ist Oster-Montag. Nun werde ich einmal einen ganz persönlichen Beitrag schreiben.  Am Aschermittwoch hatte ich den Entschluss gefasst einmal – unabhängig von weltanschaulichen Aspekten – zu fasten, ganz konsequent und mit allen Elementen, die dazu gehören.

Karfreitag 2014 - Macht fasten Glücklich?
Karfreitag 2014 – Macht fasten Glücklich?

Wichtig war es mir meinen normalen Alltag mit sämtlichen Pflichten, Hobbys, Sport und Social Life weiter zu leben. Fasten als Kur im Urlaub möchte ich nicht: da ist kein Platz übrig. Mein Ziel war es sechs Kilo abzuspecken, ungute Essgewohnheiten zu durchbrechen und ein besseres Bewusstsein für Essensmengen und Essensgeschwindigkeiten zu entwickeln. Angedacht waren 21 Fastentage, aber mit dem Entschluss zu Fasten, inclusive der Aufbautage danach, hat diese Aktion bis Ostern gedauert – insgesamt also 40 Tage.

Fasten- ein Selbstversuch

Vorweg: ich hab‘s geschafft! Die Kilos sind weg, mein Organismus läuft nach einem gefühlten „Reset“ fehlerfrei, kurz – es hat sich gelohnt!

Der Weg dahin hatte auf einer Skala von 0-100 sämtliche Schwierigkeitsgrade. Da ich mich gerade noch im Zielbereich befinde, werde ich rückwärts berichten:

Heute habe ich ein gesundes Bedürfnis nach einfachen und vitaminreichen Lebensmitteln, nachdem für mich gestern am Ostersonntag der erste Tag seit Aschermittwoch ablief ohne Rücksicht auf Ernährung.

Ergänzen möchte ich noch die Tatsache, dass ich normalerweise jedes Essen in unbegrenzter Menge vertrage, nur sehr selten ein Sättigungsgefühl habe, aber auch mit sehr kleinen Mengen auskomme:   „Immer fit mit wenig Sprit!“

Dazu kommt, dass bei einer Familie mit 4 Kindern die Essenskultur sehr viel Raum und Zeit einnimmt. Mein persönlicher Schwachpunkt ist: mit dem Stresspegel steigt mein Gewicht, wenn ich nicht ganz bewusst gegensteuere. Schlafmangel kompensiert mein Organismus mit größerem Appetit, das Essen wird zur blitzschnellen Nebensache und dummerweise liebe ich Schokolade, Eis und Lakritz…

Gestern also gab es unser traditionelles Osterfrühstück mit pflanzengefärbten Bioeiern

Pflanzengefärbte Bioeier - Ostern - Motherbook

 

Anschließend aßen alle noch die im Garten versteckten Schokoladeneier.

Ostern - Frühling - Motherbook

Seit Jahren denke ich der Osterhase würde seinen Fokus mehr auf Familien mit kleinen Kindern richten, aber bei uns werden wohl Ostereier versteckt werden, bis die noch nicht vorhandenen Enkelkinder erwachsen sein werden.

Der Osterhase ruht sich aus - Motherbook

Gestern gipfelte der Tag für mich in einer heftigen Übelkeit als körperliche Reaktion auf mein objektiv unmögliches Essverhalten – gut so!! Für mich wird wohl in Zukunft das „intermittierende Fasten“ der richtige Weg sein, dazu folgender absolut einleuchtender Filmbeitrag: “Fasten macht glücklich!”

Karfreitag bedeutete für mich – zufälligerweise – das Ende der Fastenzeit. Diesem Tag vorausgegangen waren zwei Wochen, in denen ich ganz bewusst und langsam steigernd wieder begonnen hatte gesunde Malzeiten zu essen. Mein Gewicht blieb dabei stabil unten und ich war meinen Freunden, die mit mir zusammen gefastet hatten, sehr dankbar. Wir hatten uns dieses gemeinsame Ziel gesetzt und uns durch alle Höhen und Tiefen der Fastenzeit motivierend begleitet.

Eine befreundete Fasten-Ärztin erklärte uns bei wöchentlichen Treffen detailliert die Abläufe in unseren Bäuchen, die Wege der Verdauung, Sinn und Zweck von Nahrungszusammensetzung, die Wichtigkeit von Essenspausen und den Zusammenhang von Gesundheit, Leistungsfähigkeit und der Bedeutung des „Bauchgefühls“. Dabei habe ich erstaunlich viel gelernt und bin dafür dankbar.

Ein besonders wichtiger Erfolgsfaktor war für mich meine „Superfreundin“ – selbst Ärztin und Mutter von drei Kindern. Wir beide hatten den gemeinsamen Entschluss für dieses Experiment gefasst, mussten beide viel arbeiten in den Fasten-Wochen und hatten beide diverse Essenseinladungen sowohl als Gäste, als auch als Gastgeber zu bewältigen.

So konnten wir die Höhen und Tiefen der Kernzeit von unseren 21 Fastentagen teilen. Wir fasteten nach F.X.Mayr: Zum Frühstück und Mittagessen eine altbackene Fastensemmel mit Sauermilch extrem gut gekaut, am Abend einen Kräutertee mit etwas Zitrone und einer Löffelspitze Honig und zusätzlich über den Tag verteilt Kräutertee und stilles Mineralwasser. Vor dem Frühstück Bittersalz und zu den Malzeiten Basenpulver. Diese Monotonie hat den Vorteil, dass das Thema Ernährung als Zeitfaktor komplett ausfällt.

Am Ende der Zeit überwog für uns beide bei Weitem die Freude über die gemeinsam geschafften „Hürden“ und über jedes verlorene Gramm Gewicht. Wir haben uns gemeinsam zum Sport ermutigt, was für mich, die immer regelmässige Sporttermine einhält, gegen Ende doch unerwartet schwierig wurde. Auch hatten wir beide unsere drei Fastenkrisen glücklicherweise zeitversetzt. Mir fielen die letzten drei Tage wirklich schwer: da brach meine mir eigene Ungeduld durch und mit jedem Tee und jedem Glas Wasser wuchs die Vorfreude auf die „Erlösung“. In der Mitte der Zeit hatte ich einen Tag – glücklicherweise an einem Wochenende und mein Mann war verreist – an dem meine Stimmung plötzlich grau, meine körperliche Leistungsfähigkeit nahe null und mein Mut im Keller waren.

Meine “Superfreundin” gab mir die erfolgreichen Tips einen grünen Tee und zusätzlich Basenpulver in Wasser zu trinken. Am nächsten Tag gab es einen „Rollentausch“ und als „Highlight“ grünen Tee für beide im Restaurant.

Für uns beide parallel war die größte Schwierigkeit der erste Fastentag: ich wachte um 4 Uhr früh auf und zweifelte extrem an meinem Vorhaben, das wie ein riesengroßer Berg vor mir lag… nach einem frühen 5 Kilometer langen Lauf um einen See brachen heftige Kopfschmerzen durch – Kaffeeentzug!! Aufgeben stand nicht zur Wahl – ich hatte groß angekündigt und versprochen dieses Experiment durchzuhalten… was für ein Glück!

Die wichtigste Erfahrung für mich aus dieser Zeit ist die von absoluter körperlicher Leistungsfähigkeit ohne Zufuhr von Kalorien – die Energie kann auch aus „Reserven“ kommen und davon haben wir Wohlstandsmenschen mehr als genug.

Karfreitag - Ende der Fastenzeit - Motherbook
Karfreitag – Ende der Fastenzeit – die Natur ist inzwischen aufgeblüht…

 

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4 Kinder, 1 Enkel, 1 Ehemann, Mompreneur: Gründerin der AKADEMIE FÜR MATRISOPHIE® mit MOTHERBOOK®, BLOMM + ...

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