Matrisophie

motherbook-Heinrich Campendonk, Familienbild um 1914
motherbook/Heinrich Campendonk, Familienbild um 1914

 

Matrisophie kommt aus dem Lateinischen und setzt sich zusammen aus „matris“ (Genitiv Singular von mater-die Mutter) und sophia- die Weisheit. Sie bedeutet also „Die Weisheit der Mutter“. Dieser Begriff steht für alle Phänomene, die sich im Zusammenhang mit der Mutterschaft zeigen und zwar in Abgrenzung zum Mann und zur Frau, die keine Kinder hat.

Jeder Mensch kann mütterliche Eigenschaften haben und entwickeln, doch ist es ein interessanter Entwicklungsprozess, der aus einer Frau eine Mutter macht. Jeder Mensch hat eine Mutter und fast jede Frau kann Mutter werden. Mutter werden kann man durch Adoption eines Kindes, als Pflegemutter, durch Eizellenspende oder mithilfe verschiedenster medizinischer Unterstützung. Man kann Mutter sein mit biologischem, juristischem und sozialem Status.

Der weiterhin häufigste Weg Mutter zu werden ist der durch eine Schwangerschaft, die möglichst in Liebe mit einem Mann verbunden erzeugt worden ist. Ist die Schwangerschaft von einem auch noch so emphatischen Vater begleitet, so bleibt es doch die Schwangere selbst, in deren Körper ein neuer Mensch entsteht. Das ist eine bisher unterschätzte Tatsache, die in vielen Bereichen noch zu erforschen ist. So bleiben zum Beispiel die Fragen:

 

  • Was geschieht mit Körper und Seele der Mutter bis ins tiefste Detail?
  • Welchen Einfluss haben die hormonellen Veränderungen auf Körper, Seele und Geist der Schwangeren?
  • Welchen Einfluss haben die einzelnen Komponenten der Lebensführung der Mutter auf das ungeborene Kind und die spätere Beziehung der beiden?
  • Wie geprägt ist ein neugeborener Mensch bereits zum Zeitpunkt der Geburt?
  • Was für große Chancen tun sich für Mutter und Kind damit auf?
  • Wie kann eine Schwangere diese ungeahnten Möglichkeiten nutzen?
  • Wie wirken sich Gefühle und Gedanken der Mutter auf das Ungeborene aus?
  • Wie wirkt sich eine um viele Wochen verkürzte und im Inkubator überbrückte Reifungsphase eines zu früh geborenen Kindes aus?
  • Hat eine Schwangerschaft, in der angefangen beim bewusst ausgewählten Musikhören, über eine absichtsvoll ausbalancierte Lebensführung mit „Gedankenhygiene“ einen Einfluss auf den späteren Menschen?
  • Wie viel von einem Wesen ist genetisch geprägt und wie viel kann bei gleicher genetischer Ausgangslage noch verbessert werden, bis hin zu Einflussmöglichkeiten auf genetischer Ebene?Diese und viele andere Fragen sind in der Forschung bei Weitem noch nicht abschließend beantwortet und teilweise bisher kaum untersucht. Dabei sind diese Themen nur das erste Kapitel in einer langen Reihe von unterschiedlichsten Denk- und Forschungsansätzen über die ganze Lebensspanne einer Mutter. Diese beginnt mit dem ersten Tag einer Schwangerschaft und dauert über die Entwicklung des/der Kinder über die Enkel, Ur-, Ururenkel bis zum Lebensende einer Mutter an. Die auf das erste Kapitel folgenden Fragestellungen werden hier auch formuliert werden und wir wollen versuchen fundierte Antworten zu finden, die sich an die einzelnen Phänomene herantasten. Dabei wird immer wieder sichtbar werden, wie wenig Detailwissen zu vielen Themen bisher vorhanden ist und wie komplex und vielschichtig die Antwortversuche sein werden.Die Hoffnung auf ein langes, aktives und gesundes Leben kann wahr werden, indem die Mutter eine zentrale, wichtige, unersetzliche und höchst anspruchsvolle Funktion hat. Je bewusster und komplexer diese Aufgabe ausgefüllt wird, umso positiver ist die Auswirkung auf alle Beteiligten. Wird auch der intuitive Anteil im Handeln einer Mutter unterstützt und gestärkt, wird ein ganzheitliches, viel versprechendes Wirken auf das ganze System Familie erzielt. Dabei sind aussichtsreiche Folgen initiiert, deren Umfang erheblich sind. Diese können sich auswirken bis hin zur Entwicklung einer friedlicheren und für alle lebenswerteren Welt. Das Schlüsselwort für diese phänomenalen Aussichten heisst Liebe. Liebe kann alle Gräben zu überbrücken helfen und ist in der Lage außerordentliche Dinge in Bewegung zu bringen. Die Mutter ist in den meisten Fällen eine Spezialistin auf diesem Gebiet, wobei auch ihre Möglichkeiten immer weiter verbessert werden können. Dazu wollen wir hier beitragen.

     

 

Artikel von

4 Kinder, 1 Enkel, 1 Ehemann, Mompreneur: Gründerin der AKADEMIE FÜR MATRISOPHIE® mit MOTHERBOOK®, BLOMM + ...

2 Kommentare

  1. Fritzi Staclkelberg at | | Rückmeldung abgeben

    Liebe Gabi,
    Danke für die Information zu eurer schönen und wichtigen Initiative motherbook. Ich bin gespannt auf weitere Inhalte.
    Viele Grüße von
    Fritzi

  2. Lena at | | Rückmeldung abgeben

    Dies ist ein Artikel an den ich denken musste- ich glaube in Deutschland ist er nicht in voller Laenge erschienen. Sehr lesenswert, von einer bewundernswerten Frau und Mutter

    http://www.theatlantic.com/magazine/archive/2012/07/why-women-still-cant-have-it-all/309020/

    Ich freue mich darauf, weiter diesen Blog zu lesen!

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