Vatertag – aus der Perspektive einer Mutter

Der Vatertag neu gedacht

Der Vatertag wird gegenüber dem Muttertag in den meisten Familien etwas vernachlässigt. Hintergrund hierfür ist, dass vielen unter diesem Begriff die Vorstellung von trinkenden Männern auf einer „Herrenpartie“ vorschwebt. Doch ist der Vatertag auch eine Gelegenheit als Mutter einmal darüber nachzudenken, wofür man dem Vater seiner Kinder dankbar ist.

 

Die Vater- und Mutter-Perspektive sind sehr unterschiedlich

Der Vater meiner Kinder liebt es z.B. wilde Kämpfchen zu veranstalten und beide verlieren sich in ihrem Spieltrieb und vergessen die Zeit – das ist ganz und garnicht meine Art mit den Kindern zu spielen. Ich sorge eher dafür, dass die Umstände für kreatives Spiel geschaffen werden. Ich freue mich dann, wenn alle emsig beschäftigt sind.

Kleine Kämpfchen

Papas Gute-Nacht-Geschichten – auch wenn bei ihm dafür nicht jeden Abend Zeit ist – sind ein begehrtes Highlight für alle Kinder. Für mich ist das immer wieder das Schlupfloch am Abend, das ich brauche, um wieder zu mir selbst zu kommen. Ich bin so oft beim vorlesen nach sieben Zeilen eingeschlafen und er liest eine Geschichte nach der anderen mit einer Engelsgeduld und großer, echter Begeisterung vor. Viele Geschichten verändert er mit den schönsten Facetten, so dass ich manchmal selbst neugierig zuhöre.

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Vom Vater lernen

Der kleine Baumeister hat viele, viele Stunden mit seinem Vater zusammen immer kunstvollere Türme gebaut, mit einer zusehends verfeinerten Technik und viel Phantasie. Das hat dazu geführt, dass er sehr lange, bis weit ins Schulalter hinein gebaut, gebaut, gebaut hat – mitten im Wohnzimmer. Alle anderen Personen mussten auf vorsichtigen Umwegen durch die Räume “schleichen”.

Vorbildlicher Baumeister

 

Lernfaktor Großfamilie

So gibt es viele Themen, die wir Eltern völlig unterschiedlich angehen, die aber genau dadurch für uns alle eine echte Bereicherung sind. So lernt jedes Familienmitglied von Anfang an eine große Bandbreite zu schätzen, die sich mit steigender Geschwisterzahl zunehmend erweitert. Je mehr Kinder da sind, umso schöner ist es diese Rasselbande mit beiden Elternteilen  gemeinsam zu “jonglieren”. Selbst durch Meinungsverschiedenheiten der Eltern lernen Kinder viel für ihre Zukunft. Einzige Voraussetzung dafür ist, dass die Eltern eine Streikultur entwickeln, die konstruktive Lösungen möglich machen ohne Einseitigkeiten.

Vater sein will geübt sein: der große Vorteil einer großen Familie ist die Möglichkeit schon früh üben zu können, wie man ein Baby glücklich machen kann und dass ein Baby glücklich macht. Mit dem Vater als Vorbild und Geschwistern als Übungakandidaten, gelingt dies später einfacher und natürlicher – das ist ein großer Vorteil auf dem Weg in die eigene Elternschaft.

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Bei unserem ersten Kind musste ich erst lernen wie stark die väterliche Wahrnehmung des Babies von meiner abweicht: ich konnte stundenlang an der Wiege stehen und mit Verzückung das schlafende Kind anhimmeln. Ihn hat das erst von Kind zu Kind mehr in den Bann gezogen. Alls wir dann Jahre später nachts vor dem Schlafengehen gemeinsam noch einmal bei jedem schlafenden Kind vorbeigeschaut haben, konnten wir diesen Genuss endlich auch teilen. “Endlich” war sein Verständnis für meine “Eigenart” gewachen. Nichts ist schöner als das Teilen von Momenten, die man gemeinsam liebt… und dafür bin ich sehr dankbar!

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4 Kinder, 1 Enkel, 1 Ehemann, Mompreneur: Gründerin der AKADEMIE FÜR MATRISOPHIE® mit MOTHERBOOK®, BLOMM + ...

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